Die Förderbarkeit des Schmierstoffes wird durch viele unterschiedliche Faktoren beeinflusst.
Die Penetration (Konsistenz) ist eine der wichtigsten Aussagen. Je höher die Penetration NLGI-Klasse, um so steifer wird der Schmierstoff. Generell kann man sagen: steiferer Schmierstoff (Fett) ist weniger gut zu fördern. NLGI-Klasse 000 ist die tiefste Klasse, also der weichste Schmierstoff. NLGI-Klasse 6 ist das steifste, zäheste Schmierstoff.
Schmierstoffe bis NLGI-Klasse 2 sind im Normalfall ohne Probleme zu fördern.
Die Mehrheit der verwendeten Schmierstoffe entspricht der NLGI-Klasse 2.
NLGI-Klasse = Schmierstoffeinteilung, die das National Lubricating Grease Institute festlegt.
NLGI - Klasse
Walkpenetration nach DIN ISO 2137 Einheit = 0.10 mm
000
445 bis 475
00
400 bis 430
0
355 bis 385
1
310 bis 340
2
265 bis 295
3
265 bis 295
4
175 bis 205
5
130 bis 160
6
85 bis 115
Die scheinbare dynamische Viskosität, die von einigen Schmierstoffherstellern angegeben wird, ist von Bedeutung. Übersteigen sie 5000 m Pa.s wird ein Fördern mit herkömmlichen Schmierpressen oder Schmieranlagen erschwert oder sogar unmöglich.
Ebenso bedeutend sind die Umgebungstemperatur und die Länge der Rohr- oder Schlauchleitungen.
Synthetische oder Bio-Schmierstoffe können die Dichtungsmaterialien angreifen.
Sind die Feststoffanteile im Schmierstoff (Fett) zu gross, kann ein Fördern des Schmierstoffes mit herkömmlichen Pumpen unmöglich werden.
Silikonfette sind speziell zu beachten. Silikonfette nicht mit Silikon als Dichtmasse verwechseln (kein Schmierstoff).